Der Trip in den Süden – ein Rückblick

Am vergangenen Mittwoch, dem 9. Mai 2012, machte sich eine achtköpfige Gruppe internationaler zurzeit in Rotterdam Studierender auf zum Flughafen Amsterdam/Schiphol um von dort mittels der Billigairline Easyjet in Richtung Barcelona abzuheben. Mit Studenten aus Korea, Singapur, Italien, Australien, Ungarn, Portugal und Österreich hätte die Nationenmischung nicht vielfältiger ausfallen können.

Der Start verlief holprig. Aufgrund eines medizinischen Notfalls musste unsere Maschine vor ihrer Ankunft in Amsterdam in Athen zwischenlanden was uns mehr als eine Stunde Verspätung einbrachte und wir die Befürchtung hatten, dass wir an diesem Abend nicht mehr zu unsere Appartmentschlüsseln kommen würden.
Zum Glück war unser Vermieter flexibel und übergab uns schließlich um knapp nach 24.00 Uhr die Schlüssel zu einem direkt am Strand gelegenen Appartment. Neben drei Zimmern (davon zwei mit einem Doppelbett und eines mit zwei Doppelbetten), Bad, Küche und Wohnzimmer, durften wir uns auch über einen eigenen Balkon freuen. Nach einem ausgedehnten Strandspaziergang gings ein paar Stunden später ins Träumeland.

Die darauffolgenden Tage waren ereignisreich und dementsprechend anstrengend. Den kulturellen Part versuchten wir mit Hilfe einer 2 1/2 stündigen Stadtführung als auch mit einer ebenso langen Gaudì-Tour abzudecken. Während uns erstere zu historisch wichtigen Hotspots führte, erlebten wir in der letztgenannten (meines Erachtens interessanteren) Tour die vom berühmten Architekten Gaudì entworfenen Gebäude hautnah. Auch den einzigarten Park Güell (ebenso entworfen von Gaudì) auf den Hügeln über Barcelona ließen wir uns nicht entgehen, gleich wie das Picasso Museum.
Zwei Tage durch dieses Kulturprogramm belegt, warfen wir uns am dritten Tag direkt vor unser Haus auf den Strand um das für uns ungewohnt schöne Wetter einzufangen. Generell hielten sich die Temperaturen gleichmäßig die ganzen 5 Tage lang zwischen 23 und 28°C was die vom schlechten niederländischen Wetter geplagten Gemüter dementsprechend höher springen ließ.

Mein persönliches kulturelles Highlight in Barcelona fand ich für mich am Montag, an dem ich zusammen mit den anderen zwei Jungs, Nicola und JD, die Spielstätte des wohl besten Clubs der Welt besuchte. Das Nou Camp Stadion des FC Barcelona.
Für 16,5 € Studentenpreis je Kopf verbrachten wir gute 5 Stunden damit das unerwartet große und äußerst detailreiche Museum zu besichtigen um schließlich auf einem der knapp 100.000 Zuschauersitze im Stadion Platz zu nehmen. Überwältigt von der imposanten Kulisse saßen wir dort für eine gute halbe Stunde, ohne dass viel geredet wurde. Man versuchte sich vorzustellen, wie es sich anfühlen muss, wenn das Stadion bei einem Spiel bis zum Bersten gefüllt ist. Das gelungen ist uns das nicht.

Mit dem Essen hielten wir es folgendermaßen: Die meiste Zeit gingen wir urlaubstraditionell in verschiedenste spanische Restaurants um uns den Magen mit Tappas und Paella vollzustopfen. Zweimal kochten wir abends in unserem Appartment selbst: Einmal die Mädelsgruppe für die Burschen und umgekehrt. Das Ganze um unsere Urlaubsbudgets nicht vollends zu sprengen.

Im Folgenden eine buntgemischte Zusammenstellung an Bildern, die Nora und ich geschossen haben.

Der einwöchige Trip in den Sommer

Lange hat unsere Gruppe von Internationals darauf warten müssen, nun ist er zum Greifen nahe: der Moment in dem man am Flughafen Amsterdam Schiphol in den Flieger steigt und am Flughafen in Barcelona selbigen wieder verlässt.

Bereits vor gut eineinhalb Monaten gebucht, weiß mittlerweile jeder den (hoffentlich) bevorstehenden Sonnenüberfluss zu schätzen. Zu lange schon herrscht in unserer derzeitigen Wahlheimat Rotterdam eine graue Wolkensuppe, vermischt mit jederzeit auftretenden Platzregen und Temperaturen, die einen Anfang Mai noch zum Tragen eines Wintermantels zwingen. Zählt man die wirklich warmen Sonnentage in den letzten dreieinhalb Monaten zusammen, dann komm man kaum auf mehr als sieben oder acht Tage an denen es tatsächlich möglich war in der freien Natur mit kurzen Ärmeln zu sitzen. Lapidar und primitiv ausgedrückt: Wir alle haben die Schnauze voll vom depressiv machenden Wetter und drehen den Spieß einfach um und fliegen der Sonne entgegen.  Ein Blick auf die Wettervorhersagen bestätigt dies mit prognostizierten 25-28°C.

Unser Flug geht Mittwochs um 21.00 Uhr los. Wenige Stunden später am Zielort angekommen, werden wir uns die Schlüssel für unsere Sea-Side Appartment besorgen und die Seele baumeln lassen.
Für mich gibt es bis dahin noch einige an Reisevorbereitungen zu treffen. Aufgrund der Tatsache, dass ich rein mit Handgepäck fliegen werde, gilt es noch einen passenden Trolley zu besorgen, dazu die passenden Größen an Flüssigkeiten (Shampoo, Duschgel, Deo etc.) die einen die Anti-Terror-Vorschriften aufzwingen. Zudem will ich mir noch eine neue Digitalkamera zulegen.

Wohl oder Übel wird mein Schlepptop wohl auch mitgenommen werden, kann man doch zu erledigende Unidinge leider nicht aufgrund eines Urlaubs aufschieben lassen (das wäre mal innovativ). Im Gegenzug könnte sich viell. ein kleiner Vorortbericht hier ausgehen.

Mich ruft jetzt die Universität zu einem Seminar aus Public International Law. Euch, wie immer an dieser Stelle, einen guten Start in die Woche.

Koninginnedag und der Amsterdamfluch

Vergangenen Montag war mal mehr als speziell. Um halb Zehn vormittags sind wir in Rotterdam in den Zug gestiegen, um mit lauter orange gekleideten Leuten um elf in unserem Zielbahnhof Amsterdam Centraal auszusteigen. Bereits das Gedränge vor dem Bhf ließ einen darauf schließen, dass man an diesem Tag besser nicht unter Platzangst leiden sollte.

An jeder Ecke gab es verschiedenste Stände. Die einen verkauften orange Utensilien, die anderen Süßigkeiten zu Spottpreisen. Bierstände waren neben Pfannkuchenständen anzutreffen usw. Am Platz vor Madame Tussauds wurde ein goßer Rummelplatz errichtet, der das Herz der Themepark-Freunde höher springen ließ. Auf jeglichen sonstigen Plätzen spielten DJs oder Live-Bands. Ganz unterschiedlich.
Am Rembrandtplein – dort hielten wir uns verhältnismäßig lange auf – lauschten wir einem Reggaesänger der Songs von Bob Marley in erstaunlich guter Qualität von sich gab und zudem verstand das Publikum mitzureißen.

Mittags gönnten wir uns ein Steak samt Pommes Frites, dazu ein Salat Bukette und ein großes Bier. Das Ganze für 15 Euro. Einige Stunden später am Abend warfen wir uns ein anderes Angebot in den Rachen: Für 10 Euro gab es All-You-Can-Eat Spareribs, wiederum mit Salat und French Fries. In beiden Locations waren wir bereits bei unserem letzten Amsterdam-Besuch Ende März. Altbewährtes wurde neu entdeckt sozusagen.

Das eigentlich Erstaunlichste an diesem Tag war eigentlich das Wetter: Wir waren von Rotterdam die letzten Wochen eigentlich nur entsetzliche Schlechtwettertage gewohnt. Am Queen’s Day war das anders. Ungetrübter Sonnenschein begleitete uns den ganze Tag über, sowohl in Rotterdam als auch Amsterdam. Man merkte es den Leuten an, dass es wieder einmal Zeit für Sonnenstrahlen war.
Allzu lange währte die Freude über das wiedergewonnene Wetter leider nicht. Bereits am nächsten Tag herrschte wieder eine Grau-in-Grau Wolkenmischung über den Niederlanden, dass es einem einserseits kalt über den Rücken hinunterlief, zum anderen ist man es eh schon irgendwie gewohnt.

Richtiges Glück scheine ich mit meinen Amsterdam Unternehmungen allerdings nicht wirklich zu haben. Kam mir Ende März meine Digitalkamera abhanden, so war es diesmal meine Bankomatkarte. Neben einer – aus meiner Sicht – saftigen Sperrgebühr, bin ich die nächsten geschätzten zwei Wochen ohne möglichen persönlichen Bargeldbezug unterwegs. Gut, dass man mittlerweile Leute kennt, die einem da aus der Patsche helfen können.

Im Folgenden noch ein paar Impressionen vom Event. Aufgrund meiner immer noch nicht vorhanden Kamera geht der Dank an Nora und Jan, für die Bereitstellung ihrer Bilder.

Queen’s Day Calling!

Pünktlich zum Abschluss des Monats mit dem obligatorisch schlechten Wetter (so schlimm wie hier sind die Wetterumschwünge glaube ich nirgendwo auf der Welt) gibts noch einmal News aus den Niederlanden.

Gerade erst daheim angekommen von einem International Dinner (jede vertretene Nation unserer Gruppe kocht Traditionelles aus dem Heimatland) wird’s heute ziemlich früh mit Schlafen gehen werden: Morgen um knapp vor Neun geht’s mit dem Zug nämlich in Richtung niederländischer Hauptstadt um dort den Feierlichkeiten zum Königinnentag beizuwohnen. Der findet jedes Jahr am 30. April statt und stellt einen offiziellen Feiertag zu Ehren von Königin Juliana, der Vorgängerin von Königin Beatrix, dar.

Das ganze Land soll an diesem Tag sprichwörtlich Kopf stehen. Jeder wirft sich in orange Klamotten und feiert was das Zeug hält. Man kann sich vorstellen wie überfüllt und eng die grundsätzlich schon schmalen Gassen Amsterdams morgen sein werden. Trotzdem haben wir uns dazu entschieden dorthin zu fahren. Man ist voraussichtlich ja nur einmal zu diesem speziellen Event hier.

Gut ausgestattet habe ich mich gestern auch noch: neben einem knallorangen Sweater, leistete ich mir einen orangen Hut und passende Gesichtsfarbe samt orangen Haarspray. Auffallen durch Unkreativität sollte ausgeschlossen sein.
Obwohl noch immer kameralos gibts hier die kommenden Tage mit Sicherheit ein paar Fotos zu bestaunen auf denen euch dieses Ereignis hoffentlich ein wenig näher gebracht werden kann.

Euch allen einen schönen Tag der Arbeit übermorgen! Den gibts wiederum hier nicht…

Rückblick, Vorausblick und Bad Luck

Nach einer langen langen Schreibpause gibts heute wieder einmal Neuigkeiten.

Nachdem der letzte richtige Artikel bereits über ein Monat her ist, möchte ich kurz zusammenfassen, welche Aktivitäten/Unternehmungen/Erlebnisse ich in den letzten vier Wochen erleben durfte.
Am meisten Zeit durfte ich damit verbringen, die für den 3. Block notwendigen Papers zu verfassen. In International Economic Law musste ich 3000 Wörter abliefern, in Philosophy of Human Rights waren es sogar 7000. Nebenbei bereitete ich mich auf die schriftliche Prüfung aus History of International Law vor. Nachdem das Thema Ende März gegessen war und mit dem, in diesem Semester letzten, 4. Block gestartet wurde (wie nicht anders zu erwarten ohne nur einem einzigen Tag frei zu haben) nahmen wir uns aber doch Auszeiten um nicht vollständig verrückt zu werden. Das Wetter spielte dabei auch herrlich mit und erlaubte es einem auch schon mal in kurzer Hose das Haus zu verlassen. Wir veranstalteten BBQ’s am sogenannten Kralingse Plas (das ist ein See, genutzt als Naherholungsgebiet, unweit von meinem Haus entfernt), machten bis dato unbekannte Clubs unsicher und schauten uns diverse Filme im Kino an.

Zu den größeren Events gehörte sicher der Ganztagesausflug an einem Samstag (31. 3.) an den Strand von Den Haag, wovon ich dann direkt weiter nach Amsterdam gefahren bin, um mit einer handvoll Internationals die Stadt unsicher zu machen.  Am besagten Samstag schauten wir uns abends eine Vorstellung vom wohl weltberühmtesten Zirkus Cirque Du Soleil an. Zuvor hatten wir schon in unserem 2 Sterne Hotel ein (war ironischerweise das gleiche, das wir bei unserem ersten Amsterdam Trip vor zwei Jahren gefunden hatten) Vierbettzimmer gebucht (45 Euro die Nacht!). Am Sonntag gings dann bei strahlendem Sonnenschein quer durch die Stadt. Auch das Van Gogh-Museum nahmen wir für gute 2h in Angriff. Beeindruckend kann man da nur sagen.

Einen Wermutstropfen hatte der Ausflug leider. Mir kam meine Digitalkamera abhanden, ob sie gestohlen wurde oder ich sie aus Unachtsamkeit irgendwo liegen gelassen habe konnte ich leider rückblickend nicht mehr evaluieren. Auch das Abklappern sämtlicher Etablissements die wir am Vortag besucht hatten, brachte leider keinen Erfolg. Weniger schade um die Kamera an sich, um die Bilder darauf aber umso mehr.
Als Folge bin ich derweil interimsmäßig mit meinem Smartphone am Bilder machen. Obwohl twse. keine schlechten Aufnahmen entstehen ist dies gewiss keine Dauerlösung.

Zu Ostern besuchten mich meine Eltern und Schwester für 4 Tage. Neben den “Sehenswürdigkeiten” in Rotterdam gings auch in dieser Zeit nach Den Haag und Amsterdam. An einem Tag besuchten wir einen größenmäßig kaum überschaubaren Blumenpark der “Keukenhof” genannt wird. Mir kam’s so vor als würden dort alle Blumen der Welt zu sehen sein.
Soviel zu meinem recht kurz und eher undetailiert gelassenen Rückblick. Schauen wir einen Sprung in die Zukunft.

Bereits vor gut einem Monat buchten 8 Internationals die Flüge für einen einwöchigen Aufenthalt in Barcelona. Gestartet wird am 9. Mai (also in guten 3 Wochen), zurückgekommen am 15. Mai. Just heute entschieden wir uns auch für eine Unterkunft. Wir einigten uns auf ein nicht zu klein gehaltenes Appartement direkt am Meer und keine 1,5 Kilometer von Las Ramblas entfernt. Für 28 Euro pro Nacht und Person ist der Preis in meinen Augen auch in Ordnung (vorausgesetzt die Bilder der Wohnung halten was sie versprechen).
Das Ganze dient mir zurzeit etwas als Lichtblick, weil in genau neun Tagen auch schon die nächste Prüfung geschrieben werden muss. Public International Law (Völkerrecht) muss bewältigt werden. Ganze 60 % der Gesamtnote macht dieses Examen aus, sprich: ist man dort negativ, kann man den gesamten Kurs abschreiben und das normalerweise darauffolgende Assignment braucht man nicht mehr in Angriff zu nehmen.

Jo… zum Abschluss möchte ich noch eine kleine Story loswerden, die total ärgerlich ist. Gestern war tagsüber auf der Stadtbibliothek um mich in Völkerrecht einzulesen. Als ich gegen Abend selbige verlassen habe und mein Rad aus dem Radständer reißen will, musste ich etwas entgeistert feststellen dass irgendein Spaßvogel mein zweites Schloss (fix am Hinterrad montiert, dabei fährt ein Metallstift durch die Speichen) abgesperrt hatte und sich samt Schlüssel auf und davon gemacht hat. Natürlich bin ich dabei nicht ganz unschuldig, ich hätte einfach das zweite Schloss ebenfalls absperren können. Diese Bequemlichkeit bestrafte mich jetzt mit einem versperrten Bike, das ich wohl mit einer Metallsäge und roher Gewalt wieder öffnen muss. Als hätte man nichts anderes zu tun…

Im folgenden Album noch ein paar Bilder, die buntgemischt in den letzten 4 Wochen aufgenommen wurden.

Meta

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